{"id":100,"date":"2017-03-07T13:03:30","date_gmt":"2017-03-07T12:03:30","guid":{"rendered":"https:\/\/glockenverein-neuenkirchen.de\/?page_id=100"},"modified":"2021-06-18T14:18:15","modified_gmt":"2021-06-18T12:18:15","slug":"alwine-wuthenow","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/glockenverein-neuenkirchen.de\/sv\/kirche-und-pfarrensemble\/persoenlichkeiten\/alwine-wuthenow\/","title":{"rendered":"Alwine Wuthenow"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text]Friederike Charlotte Alwine Balthasar, so ihr vollst\u00e4ndiger Geburtsname, verbrachte mit drei Schwestern Kindheit und Jugend zun\u00e4chst in Neuenkirchen, sp\u00e4ter in G\u00fctzkow, wohin ihr Vater als Pfarrer 1827 versetzt wurde. Die Gelehrten- und Pfarrerstochter erhielt eine gute Ausbildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine schwere seelische Ersch\u00fctterung, die Alwines Mutter kurz vor deren Geburt erlebt hatte, waren wohl die Ursache f\u00fcr die psychischen Probleme, mit denen Alwine fast ihr ganzes Leben lang immer wieder zu k\u00e4mpfen hatte. Schon als Kind zeigten sich bei ihr Angstzust\u00e4nde und Zwangsvorstellungen, auch der fr\u00fche Tod der Mutter, als Alwine sieben Jahre alt war, \u00fcberschattete die Kindheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1843 heiratete sie den G\u00fctzkower B\u00fcrgermeister Ferdinand Wuthenow und verbrachte an seiner Seite einige Jahre als \u201eliebendes Stadtmutterherz\u201c, so eine zeitgen\u00f6ssische Bezeichnung f\u00fcr die f\u00fcrsorgliche und sozial engagierte B\u00fcrgermeistersgattin. Das Paar hatte f\u00fcnf Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1849 wurde ihr Mann an das Kreisgericht in Greifswald versetzt. In den Folgejahren verschlechterte sich Alwine Wuthenows Gesundheitszustand, so dass sie ab 1853 viele Jahre in verschiedenen Heilanstalten verbringen musste, in Schwerin, Rostock und in der Winnenthal bei Stuttgart.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8221;603&#8243; img_size=&#8221;large&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8221;602&#8243; img_size=&#8221;large&#8221; onclick=&#8221;link_image&#8221; lazy_loading=&#8221;true&#8221;][\/vc_column][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort verfasste sie zahlreiche Gedichte, vor allem in niederdeutscher Sprache. 1858 wurde unter Pseudonym ein erster Band mit dem Titel \u201eEn por Blomen ut Annmariek Schulten ehren Goren\u201c ver\u00f6ffentlicht. Der Dichter Fritz Reuter, ein Freund und Festungshaftkamerad ihres Mannes, f\u00f6rderte und unterst\u00fctzte sie. Ihre Lyrik fand Nachfrage, der Band wurde sowohl 1860 als auch 1874 neu aufgelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1861 erschien mit den \u201eNigen blomen\u201c ein weiterer Band mit Texten in niederdeutscher Sprache, dem 1862 eine Ausgabe hochdeutscher Gedichte folgte. Alwine Wuthenows letzter Gedichtband erschien 1896 und enthielt alte und neue Texte.<\/p>\n<p>1874 verlie\u00df Alwine Wuthenow die letzte Heilanstalt, das Katharinenstift Rostock. Sie gilt als \u201eendg\u00fcltig geheilt\u201c. Von ihrem Mann und nach dessen Tod 1882 von ihrer Tochter Hermine wurde sie in den Folgejahren liebevoll betreut. Hochbetagt starb sie 1908 und ist auf dem Neuen Friedhof in Greifswald begraben.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alwine Wuthenow hinterl\u00e4sst gef\u00fchlvolle, teilweise auch gesellschaftskritische Gedichte in hoch- und niederdeutscher Sprache, die als wichtiger Beitrag zur neuniederdeutschen Literatur gesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEine Dichterin, die als eine der ersten gezeigt hat, dass auch das pommersche Platt f\u00fcr tiefen Schmerz und erquickenden Humor die passenden Ausdr\u00fccke und Formen besitzt.\u201c\u00a0<em>(K. Albrecht, 1921)<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8221;1&#8243;][vc_column width=&#8221;1\/2&#8243;][vc_column_text]Weitere Informationen finden sich auf dem <a href=\"https:\/\/kulturportal-west-ost.eu\/biographien\/wuthenow-alwine-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kulturportal West-Ost<\/a>.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/2&#8243;][vc_column_text]<span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>Quellen:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=9750371\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=9750371<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=11434157\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=11434157<\/a><\/span><br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text]Friederike Charlotte Alwine Balthasar, so ihr vollst\u00e4ndiger Geburtsname, verbrachte mit drei Schwestern Kindheit und Jugend zun\u00e4chst in Neuenkirchen, sp\u00e4ter in G\u00fctzkow, wohin ihr Vater als Pfarrer 1827 versetzt wurde. 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