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2.06.06

„Ein Tag mit Goldrand!“ - Die Glockenweihe

„Ein Tag mit Goldrand!“ rief ein Besucher der Feierlichkeiten um die Glockenweihe in Neuenkirchen begeistert aus. Zu diesem Zeitpunkt war das Orgelkonzert mit Prof. Schneider gerade verklungen und das Glockentrio läutete die neue Woche ein.



Der festliche Nachmittag hatte mit einem Gottesdienst begonnen, der von mehr als 200 Gemeindegliedern besucht worden war. In seiner Predigt wies Superintendent Tetzlaff auf die wundersamen Glockenerneuerungen hin, die den Neuenkirchenern widerfahren waren. So war bereits im Jahre 1653, kurz nachdem die einzige Glocke im Dreißigjährigen Krieg zerschlagen worden war, aus Spenden der Kirchengemeinde ein neue bei dem Greifswalder Glocken-gießer Petrus bestellt worden. Als nach dem Edikt des Stralsunder Regierungs- präsidenten die beiden vorhandenen Bronzeglocken abgeliefert werden mussten, dauerte es gerade einmal vier Jahre, bis die Neuenkirchener Kirchengemeinde ihr Spendensäckel so voll hatte, dass zwei Stahlglocken beschafft werden konnten. Und auch in vorliegendem Falle, dauerte es gerade einmal gute drei Jahre, bis die korrodierten Stahlglocken durch neue Bronzeglocken ersetzt waren. Allerdings ist deren Bezahlung derzeit noch nicht endgültig geregelt. So fehlen dem Gemeindekirchenrat noch etwa 10.000 Euro um deren Spende Pfarrer Altemüller-Klaas und Prof. Bernd Kordaß inständig baten.

Die drei neuen Klangkörper wurden im Gottesdienst nochmals vorgestellt und dann angeschlagen. Dieses musste mit einem Zugseil geschehen, weil die neuen Läutemaschinen noch nicht zur Verfügung standen. Dann läutete das Ensemble im so genannten „Plenum“, also gemeinsam. Ein sehr erhebendes Erlebnis für die Gemeinde wie auch für die Organisatoren des Festaktes. Nach einem reichhaltigen Kaffeetisch wurde zum Orgelkonzert geladen, in das ein junges Violintrio integriert war. Weil auch das Wetter in vollem Umfange mitspielte, kam es zum dem Ausruf des begeisterten Zuhörers.